Grandhotel Lärchenstein

Christlicher Romantic Suspense · Reihe in 6 Bänden

Grandhotel Lärchenstein

Band 1 — Wenn der Schnee schweigt

von Nevi Falk

Ein verblasstes Grandhotel am dunklen Bergsee. Ein Tod, den alle einen Unfall nennen. Und eine Frau, die die Wahrheit aus dem Eis holt.

Manche Geheimnisse werden für immer beschützt. Manche um jeden Preis.

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Alle sagten, es war ein Unfall. Sie wusste, dass es eine Lüge war. Vor drei Jahren ertrank Noras Bruder im Schwarzsee — in der Nacht, in der er sie ein letztes Mal anrief, mit einer Warnung, die sie nicht ernst nahm. Jetzt kehrt sie zurück ins Grandhotel Lärchenstein, ein verblasstes Belle-Époque-Haus am Rand eines tiefen Bergsees, abgeschnitten vom Rest der Welt. Sie gibt sich als Reisejournalistin aus. In Wahrheit sucht sie einen Mörder.

Tauche ein in die Welt

Das Lärchtal

Ein abgeschiedenes Alpental, eine einzige Passstraße führt hinein — im Winter lawinengefährdet und oft tagelang abgeschnitten.

Der Schwarzsee

Ein tiefer, kalter Bergsee, der im Winter zufriert. Nebel, Spiegelungen, dunkles Wasser, das aussieht, als hätte es schon Menschen verschluckt.

Das Grandhotel

1899 um eine Heilquelle erbaut, heute halb verblasst: Stuckdecken, ein Musiksalon mit altem Flügel, knarrende Flure — und ein Westflügel, der seit Jahren geschlossen ist.

Die Hunde als stille Zeugen

Brahms, der alte Berner Sennenhund, der das ganze Haus liest. Und Bruno, der in der Todesnacht dabei war und sich erinnert — er spürt die Gefahr vor den Menschen.

Die Figuren

Die Journalistin

Nora Hartmann

Reist getarnt an. In Wahrheit sucht sie den Mörder ihres Bruders — und eine Antwort auf die Frage, wo Gott in jener Nacht war.

Der Heimkehrer

David Steinacher

Zog Jakob aus dem Wasser und schweigt seither. Er durchschaut Noras Tarnung in einer Stunde — und hat eigene Gründe, die Vergangenheit ruhen zu lassen.

Die Seele des Hauses

Oma Marlene

Patriarchin der Familie Steinacher, Glaubensanker, kennt jedes Geheimnis im Tal.

Der stille Zeuge

Bruno

Jakobs Hund, der jene Nacht überlebte. Er reagiert auf den Westflügel, bevor Nora etwas merkt.

Lies den Anfang

Prolog — Drei Jahre zuvor

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Drei Jahre zuvor

UM ZWEI UHR nachts war das Grandhotel Lärchenstein kein Ort für Lebende.

Jakob Hartmann wusste das inzwischen. Drei Wochen hatte er hier gewohnt, in Zimmer 207 mit Blick auf den See, und drei Wochen lang hatte er gelernt, auf das Haus zu hören. Tagsüber war es nur ein müder alter Kasten voller verblichener Teppiche und höflicher Gäste. Aber nachts, wenn die Heizung verstummte und das Holz sich abkühlte, fing es an zu reden. Ein Knacken hier. Ein Seufzen dort. Schritte, die keine waren.

Heute Nacht war etwas anderes.

Heute Nacht war das Haus still.

Jakob stand am Ende des Flurs im ersten Stock, dort, wo der bewohnte Teil des Hotels endete und der Westflügel begann. Eine Samtkordel hing zwischen zwei Messingpfosten, und dahinter lag Dunkelheit, die seine Taschenlampe nur ein paar Meter weit aufbrechen konnte.

Geschlossen seit Jahren. Renovierung, sagten sie an der Rezeption. Wegen der Feuchtigkeit.

Jakob glaubte das nicht mehr.

Er hob die Kordel an und trat hindurch.

Bruno war schon stehen geblieben.

Der Hund stand mitten im Flur, das Fell im Nacken gesträubt, und starrte auf eine Tür am Ende des Gangs. Reglos. Der ganze Körper war auf diesen einen Punkt gerichtet, als läge dahinter etwas, das nur er wittern konnte.

„Na, komm", flüsterte Jakob. „Was hast du, mein Junge?"

Bruno rührte sich nicht. Aus seiner Kehle stieg ein tiefes, raues Knurren, das Jakob die Nackenhaare aufstellte.

Dann wich der Hund zurück. Schritt um Schritt, den Blick auf die Tür geheftet, bis er sich umdrehte und lautlos in die Schwärze trabte, aus der sie gekommen waren.

Jakob blieb allein zurück.

Er richtete die Lampe auf die Tür am Ende des Gangs. Sie stand einen Spalt offen. Das war sie gestern noch nicht gewesen.

Er ging darauf zu, und mit jedem Schritt wurde die Luft kälter, roch nach nassem Stein und nach etwas Älterem darunter, etwas Süßlichem, das er nicht benennen wollte.

Er stieß die Tür auf.

Und er sah, was hinter all den Höflichkeiten lag, hinter den verblichenen Teppichen und dem Lächeln an der Rezeption. Was sein Vater — nein. Nicht sein Vater.

Was ein anderer Vater, vor langer Zeit, herausgefunden und mit ins Wasser genommen hatte.

Jakobs Hand zitterte, als er das Handy hob und den Auslöser drückte. Einmal. Zweimal. Das Blitzlicht riss den Raum für einen Wimpernschlag aus der Nacht.

Dann tippte er mit kalten Fingern Noras Nummer.

Es klingelte. Klingelte.

„Hier ist die Mailbox von Nora Hartmann. Du weißt, was zu tun ist."

Komm schon, Nori. Geh ran.

„Ich bin's." Seine Stimme klang fremd in der Stille. „Hör zu — ich hatte recht. Ich hatte die ganze Zeit recht. Es ging nie um Papa. Es ist viel älter, und sie wissen, dass ich —"

Hinter ihm knarrte eine Diele.

Jakob erstarrte.

Er drehte sich nicht sofort um. Er sprach weiter, leiser jetzt, schneller, die Worte überschlugen sich. „Falls mir etwas passiert. Westflügel. Zimmer am Ende. Such unter —"

Das Licht im Flur ging an.

Warmes, gelbes Licht, ganz normal, als wäre es der harmloseste Moment der Welt.

Jakob drehte sich um.

Und entspannte sich.

„Oh", sagte er, und ein nervöses Lachen rutschte ihm heraus. „Gott, du hast mich erschreckt. Ich dachte schon —"

Er kannte das Gesicht. Er hatte ihm vertraut.

Das war der schlimmste Teil.

Das Letzte, was Jakob Hartmann hörte, bevor das Handy aus seiner Hand auf die Dielen schlug und der See ihn schluckte, war diese vertraute, freundliche Stimme, die seinen Namen sagte.

„Jakob. Du hättest nicht hierherkommen sollen."

Drei Jahre später kehrt Jakobs Schwester zurück — als Einzige, die nie an den Unfall geglaubt hat.

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Die Reihe — 6 Bände, eine Saga

Jeder Band ist für sich abgeschlossen. Aber ein roter Faden zieht sich durch alle.

  1. 1

    Wenn der Schnee schweigt

    Erscheint bald

    Eine Journalistin kehrt an den See zurück, in dem ihr Bruder starb — und der Mörder war nie fort.

  2. 2

    Was der Berg bewahrt

    In Arbeit

    Hinter einer zugemauerten Wand führt eine Treppe zur Wahrheit von 1901 — und zu einem Feuer, das alles auslöschen soll.

  3. 3

    Eingeschneit

    In Arbeit

    Das Tal ist tagelang abgeschnitten, ein Gast wird tot aufgefunden — und der Mörder sitzt mit am Tisch.

  4. 4

    Das verschlossene Zimmer

    In Arbeit

    Die Frau, die Felix einst verließ, kehrt zurück — und bringt eine Gefahr aus dem Westflügel mit.

  5. 5

    Was das Wasser verbarg

    In Arbeit

    Der See gibt ein Geheimnis frei, und eine Figur aus Antons Vergangenheit taucht auf.

  6. 6

    Die letzte Quelle

    In Arbeit

    Das Finale der Saga: Die Wahrheit über Anton kommt ans Licht — und der Verräter wird entlarvt.

Für wen ist das?

Für alle, die atmosphärische Spannung mit Herz lieben — Romantic Suspense zum Mitfiebern, clean erzählt, mit einer leisen Hoffnung, die bleibt.

Was dich erwartet

Geheimnis, Knistern und Glaube an einem einsamen Bergsee — ein Pageturner, den du nicht aus der Hand legst.

Häufige Fragen

Ist das Buch schon erhältlich?

Band 1 erscheint in Kürze auf Amazon. Reservier ihn jetzt vor und sichere dir die kostenlosen Probekapitel — du erfährst als Erste:r vom Release.

Muss ich die Reihe der Reihe nach lesen?

Nein. Jeder Band erzählt einen abgeschlossenen Fall. Die übergreifende Saga belohnt aber, wer dranbleibt.

Wie christlich ist die Serie?

Glaube ist eingewoben, nie aufdringlich. Es geht um Wahrheit, Schuld und Gnade — spannend erzählt, clean, mit Hoffnung.

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